Rikscha-Tour in Peking

Bei gefühlten 20 Grad minus haben wir uns heute den Luxus gegönnt, eine Rikscha vom Pfeiltor Jian Lou rund um den Platz des Himmlischen Friedens und entlang der Chang´an Jie bis zur Wangfujing Dajie zu nehmen.

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Mit dem Rikscha durch Peking von sanfamedia.com (CC-BY-SA 3.0)

peking-dazhalan-jieEs war eine Sightseeing-Tour der besonderen Art in Peking, die wir heute unternommen haben. Südlich vom Platz des Himmlischen Friedens und dem Qian Men befinden sich die engen und lebhaften Hutongs des alten Pekings. Hier findet man Geschäfte, die schon während der Kaiserzeit existierten und alles verkaufen, was das Herz begehrt. Man muß nur wissen, was man wo findet. Wenn man aber die großen Straßen, insbesondere die Dazhalan Jie, verlässt, kann man sich in dem Gewirr kleiner Gassen zwischen den Hutongs schnell verirren. Beim Herumstöbern in den Geschäften vergisst man zudem schnell die Zeit, wobei man als Langnase hier selbst eine wahre Attraktion ist. Besonders interessant sind die Apotheken in China, wo man dem Apotheker dabei zuschauen kann, wie er aus verschiedenen Pflanzen, Wurzeln, Kräutern und sonstigen Dingen ein Pulver mahlt, das dem Kunden in kleinen Tüten verpackt verkauft wird. Auch Stoffe kann man hier in allen Variationen kaufen. Bei uns nahezu ausgestorbene Handwerksgeschäfte boomen hier regelrecht, darunter Schhneider, Hutmacher oder Schuster. Vielen von diesen Familienbetrieben haben wahrscheinlich schon für den Kaiserpalast (Verbotene Stadt) gearbeitet, der ja nicht weit ist. Dazwischen entdeckt man auch zahlreiche Etablissements, die jede Art von Vergnügen anbieten. Jedenfalls war ich von diesem Viertel so angetan, dass bereits die Sonne untergegangen war, als wir wieder den Weg aus den Hutongs hinausgefunden haben. Bepackt mit vollen Tüten und Taschen hatten wir keine Lust mehr, zu Fuß den Platz des Himmlischen Friedens zu überqueren und wieder zur Wangfujing Dajie zurückzulaufen. Und so kam dieser Rikscha-Fahrer gerade recht, der uns quasi bedrängte, auf eine Sightseeing-Tour mitzunehmen. Schnell war geklärt, dass ich aus München bin und sozusagen aus der Stadt des FC Bayern München, dessen großer Fan er ist. Zu guter Letzt wollte er nicht einmal seine Bezahlung haben, weil er so begeistert war, eine Langnase aus München gefahren zu haben. Das haben wir aber natürlich nicht akzeptiert.

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