Rund um den Emei Shan

Der Emei Shan ist eine der schönsten Sehenswürdigkeiten in der Provinz Sichuan in der Nähe der Hauptstadt Chengdu. Der Emei Shan ist einer der vier heiligen buddhistischen Berge in China und ragt mit 3.099 Meter aus dem Roten Becken heraus. Der heilige Berg Emei Shan wurde 1996 zusammen mit dem Dafo (Großer Buddha) in Leshan in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Emei Shan Tempel

Tempel am Heiligen Berg Emei Shan von sanfamedia.com (CC-BY-SA 3.0)

Der Emei Shan ist seit der Han Dynastie sowohl den Daoisten als auch den Buddhisten von China heilig und Heimat vieler Tempel, die über die Hänge des Berges verstreut sind. Viele davon stehen auf der Liste der wichtigsten Denkmäler der Volksrepublik China. Der Emei Shan hat jedoch nicht nur religiöse und sprituelle Bedeutung, sondern ist auch ein Paradies für Pflanzen- und Wanderfreunde. Rund 10% aller in China wachsenden Pflanzen befinden sich hier rund um den Berg, viele davon in den Tempeln der Mönche rund um den Emei Shan.

Geschützter Baum am Emei Shan

Geschützter Baum am Emei Shan von sanfamedia.com (CC-BY-SA 3.0)

Ferner gibt es hier in einigen Zonen halb-wild lebende Makaken, mit denen nicht zu spaßen ist. Vor allem vor den großen Makaken sollte man sich in Acht nehmen, da diese echt aggressiv werden, wenn sie nicht das bekommen, was sie haben wollen.

Makaken am Emei Shan

Wartende Makaken am Emei Shan von sanfamedia.com (CC-BY-SA 3.0)

In meinem Fall hat mir einer dieser Makaken gleich die ganze Tasche meines Mantels weggerissen, weil sich dort eine Flasche grüner Tee befand. Die hat er dann genüsslich vor meinen Augen getrunken und es schien so als ob ich ein leichtes Grinsen in seinem Gesicht erkennen konnte. Ein anderer der vorbeilaufenden Besucher hat von einem unzufriedenen Makaken ordentlich Schläge auf den Kopf bekommen, weil er nichts Interessantes anzubieten hatte.

Makake beim Trinken

Makake mit seiner Beute von sanfamedia.com (CC-BY-SA 3.0)

Die Legende rund um den Emei Shan besagt, dass der Bodhisattva Samantabhadra den Berg auf einem Elefanten mit 3 Köpfen und 6 Stoßzähnen fliegend erklommen hat. Der älteste noch bestehende Tempel ist der Wànnián-Sì (10.000 Jahre Tempel), in dem sich noch eine 8 Meter hohe Statue des Bodhisattva auf seinem Elefanten befindet. Der wichtigste Tempel ist der Baohuo Si, in dem eine Bronzeglocke aus der Ming-Dynastie hängt, deren Klang kilometerweit zu hören ist. Oben auf dem Gipfel des Emei Shan befindet sich noch der der Jīndǐng-Sì (Goldgipfel-Tempel), der mit Eintrittsgelder komplett rekonstruiert wurde (den wir jedoch mangels Zeit nicht gesehen haben).

Treppen auf den Emei Shan

Pilgertreppen am Emei Shan von sanfamedia.com (CC-BY-SA 3.0)

Die Wanderung bis zum Gipfel des Berges des Emei Shan ist sicherlich ein tolles Abenteuer, dauert aber 2 bis 3 Tage je nach Kondition und besteht weitgehend aus Treppen. Unterwegs gibt es genügend einfache Unterkünfte, wo man übernachten und essen kann. Und regelmäßig sieht man Träger hinauf oder hinab laufen mit den verrücktesten Sachen auf den Schultern.

Träger am Emei Shan

Lastenträger am Emei Shan von sanfamedia.com (CC-BY-SA 3.0)

Oben angekommen sind angeblich schon so viele Chinesen beim Anblick der tiefer hängenden Wolken in Ekstase gefallen, dass sie sich vor lauter Glück die Feldwand hinabstürzten. Inzwischen kann man den Gipfel mit Hilfe von Bussen und Seilbahn auch innerhalb eines Tages schaffen, verpasst dabei aber die Atmosphäre, Ruhe und die schönsten Etappen des Emei Shan.

Ein Kommentar zu “Rund um den Emei Shan”

  1. Veronika sagt:

    Die wunderschönen Aufnahmen u.Infos dazu,haben mich noch mehr motiviert nächstes Jahr-so habe ich geplant ,dort hin zu reisen.Meine Stationen werden sein: Shanghai,Chengdu,Lesha bis Emei.Ich plane diese Reise alleine.Über mehr Info.würde ich mich freuen.

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